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Norwegen 2017



… da freut man sich monatelang auf die Norwegen-Reise und dann spielen am Abflugtag die Stones in München ihr (wahrscheinlich) letztes Konzert, sch …… ;-)

Per Linienflug gings von München nach Oslo und mit Verzögerung weiter nach Tromsoe.
Nach der Mietwagenübernahme waren wir am späten Nachmittag schon unterwegs und bummelten durch die Altstadt und über die einen Kilometer lange Brücke zur architektonisch beeindruckenden Eismeerkathedrale.

Am nächsten Morgen dann ging unsere Fahrt durch typisch norwegische Landschaften meistens an irgendeinem Wasser entlang – am Malselvfossen legten wir einen kurzen Stopp ein – weiter über den Tjeldsund zum eigentlichen Ziel der ersten Reisewoche, nach Svolvaer auf den Lofoten.

Dort bewohnten wir auf der kleinen Insel Lamholmen für die nächsten Tage eine liebevoll hergerichtete ehemalige Fischerhütte (Rorbuer) direkt überm Wasser und starteten von hier aus bei schönstem Herbstwetter zu unseren Wanderungen und Ausflügen.

Vom Tjeldbergtinden hatten wir eine wunderbare Aussicht auf Svolvaer und die vorgelagerten Inseln und Bergspitzen,
vom Rücken des Offersoykammen schauten wir auf den Sund Nappstraumen und vom Hoven, einem freisehenden 370 Meter hohem Felsen, hatten wir unter einem kreisenden Seeadlerpärchen einen traumhaften Rundblick auf Bergkuppen, Inseln, einen Golfplatz und sogar einen Sandstrand!
„Allgäuer Wanderwege“ findet man dort nicht! Die Wege beginnen „nach dem Masten“ oder „ nach dem Parkplatz dem ausgetretenen Weg nach“, gehen meist in direkter steiler Linie dem Gipfel entgegen und werden zu unserer Verwunderung von den Einheimischen auch gern mal als Jogggingstrecke genutzt. Wir waren jedes mal froh, ohne Zeitdruck oben sitzen und die Aussicht genießen zu dürfen.

Nach den Wanderungen war immer noch Zeit, auf einen guten Kaffee in einem der romantischen und fotogenen Fischerdörfer wie Henningsvaer, Nusfjord oder Reine auf der Strecke von Svolvaer bis „A“ vorbeizuschauen.

Und an einem Abend konnten wir dann sogar bis nach Mitternacht das faszinierende Schauspiel der am Himmel tanzenden, grün schimmernden Nordlichter erleben!

Nach dieser wunderbaren Woche ging es dann zurück nach Tromsoe.
Unterwegs haben wir noch einen Polar-Zoo besucht. Glücklicherweise waren wir zur Fütterungszeit dort und konnten so Luchse und Bären sowie Rentiere, Moschusochsen und natürlich Elche in mehr oder weniger freier Wildbahn beobachten.
Von Tromsoe aus starteten wir mit einer Propellermaschine zum Weiterflug ins nochmal über 800 Km nördlichere Kirkenes an der russischen Grenze.

Dort reichte uns der Nachmittag allemal für einen Bummel durch den recht übersichtlichen Ortskern bevor wir am nächsten Tag zu unserer südgehenden Hurtigruten-Reise auf der MS Trollfjord einschifften.

Die 135 Meter lange MS Trollfjord ist eines der neuesten Schiffe der Hurtigruten-Flotte und bietet mit dem Restaurant Saga Hall (in dem leckere frische Gerichte aus regionalen Produkten serviert werden), der Fjordbar und Polarbar, der Panorama-Lounge und dem Sonnendeck mit Sauna und Whirlpool alles, was wir für die entspannte Reise entlang der norwegischen Küste auf den ca. 2500 Km bis Bergen brauchen.

Von Kirkenes fuhren wir an der kargen Küste der Finnmark und unterhalb des Nordkaps entlang über Hammerfest, der nördlichsten Stadt der Welt, bis in das uns schon bekannte Tromsoe.
Am nächsten Tag ging die Reise durch das Inselreich der Vesterälen und Lofoten und Dank des schönen, ruhigen Wetters konnten wir auch in den schmalen, von senkrechten Felswänden flankierten Trollfjord einfahren, klasse!
Im Abendlicht legen wir in Svolvaer an und nutzen den Landgang zum Besuch der Magic Ice Bar - Skulpturen und Theke komplett aus Eis!
Bei der Fahrt durch die Nacht dann noch die Durchsage: Nordlichter sind zu sehen! Also raus aufs Sonnendeck und nochmal die grünen tanzenden Schleier über den schwarzen Bergketten bestaunt!
Am nächsten Morgen überquerte die MS Trollfjord den Polarkreis und wir schipperten zwischen Inseln an so bekannten Bergen wie dem Torghatten (der mit dem Loch) und den „sieben Schwestern“ entlang.
Am vorletzten Tag war früh aufstehen angesagt. Das Schiff legte bereits um halb Sieben in Trondheim an und wir nutzten die drei Stunden Liegezeit zu einem frühen Bummel durch die langsam erwachende Stadt, vorbei an den malerischen Speicherhäusern bei der alten Stadtbrücke zum prunkvollen Nidaros-Dom, über den Marktplatz und vorbei am futuristischen Rockheim zurück zum Hurtigruten-Kai.
Nach Durchfahrt des Trondheimfjords ging’s an Inseln und Leuchttürmchen vorbei. Nachmittags konnten wir vom Sonnendeck die Einfahrt in das wunderbar an Berghängen gelegene Kristiansund beobachten bevor am Abend das Captains-Dinner angesagt war, das den kulinarischen Abschluss der Reise bildete.
Am letzten Seetag führte uns die Route „der schönsten Seereise der Welt“ nochmal an der abwechslungsreichen Küste entlang und über die Mündung des Nordfjords nach Bergen, der wunderschönen alten Hansestadt.

Eine klasse Reise mit dem Postschiff und zuvor durch die Inselwelt der Lofoten ging zu Ende, die Speicherkarte der Kamera ist voll mit hoffentlich gelungenen Fotos und wir sind, auch dank des wunderbaren Wetters, satt an Eindrücken und Erlebnissen!

Von der Ruhe und Entspannung auf der MS Trollfjord war nach dem Ausschiffen gar nix mehr zu spüren. Die Straßen-Weltmeisterschaft der Radrennfahrer hat gefühlt jeden zweiten Norweger nach Bergen zum Feiern, Anfeuern und Party machen geführt.
Die Stadt war im Ausnahmezustand und unser Hotel – genau - mitten drin! Shuttlebus und Taxi konnte man getrost vergessen, das Hotel war nur zu Fuß zu erreichen. Also mit dem Rollkoffer durch die feiernde Menschenmenge und über die WM-Strecke als sich Peter Sagan nebenan den Titel holte!
Anschließend konnten auch wir uns noch ins Getümmel stürzen und an einem schönen Herbstabend Bergen genießen, bevor am nächsten Morgen unser Flug zurück nach München ging.




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